Montag, 17. April 2017

[ #gesundheit ] Sucht: Medizin & Süßigkeiten

Eine umfassende Suchtprävention muss frühzeitig einsetzen, wenn sie erfolgreich sein soll. In diesem Material werden in einem integrierten Ansatz die Themen Naschen und Arzneimittel behandelt.

Grundlagen. Grundlage ist die produktive Auseinandersetzung mit den Entwicklungsaufgaben und Lebensthemen der Kinder, um im Rahmen gemeinsamen Lernens deren Handlungsrepertoire zu erweitern und ihre Lebensfreude zu fördern. Die Kinder sollen sich problemorientiert mit Konsumsituationen auseinandersetzen, die für sie bedeutsam sind. Schließlich müssen Lehrerinnen und Lehrer die Erlebnissen und Interessen der Kinder in Bezug auf Alltags-Drogen (Tabak/Nikotin und Medikamente) aufnehmen und thematisieren.

Süßigkeiten. Der übermäßige Genuss von zuckerhaltigen Süßwaren ist bei uns zu einer der wichtigsten Form der Fehlernährung geworden. Im Leben vieler Kinder spielen Süßigkeiten eine bedeutsame Rolle, sie entwickeln z.T. ein nahezu unwiderstehliches Verlangen nach Süßem.

Mit Hilfe der Unterrichtsmaterialien sollen die Kinder zumindest an einen reflektierten Umgang mit Süßigkeiten herangeführt werden.

Medizin. Gesundsein und Kranksein gehören zu den elementaren Erlebnissen und Beobachtungen auch von Kindern. Wenn Kinder krank sind, erfahren sie in der Regel von Erwachsenen eine Form der Zuwendung, die sie sonst nicht so erleben. Ihre Wünsche werden erfüllt, man ist von Verpflichtungen (z.B. zur Schule gehen) befreit. Kinder erleben aber auch, dass Erwachsene häufig auf jede Art von Missbefinden (Kopfschmerzen, Völlegefühl oder Verstopfung) mit der Einnahme von Medikamenten reagieren.

Die Behandlung des Themas „Arzneimittel“ in der Grundschule bietet den Kindern Gelegenheit, ihre vielfältigen Erfahrungen und Erlebnisse darzustellen, auszutauschen, zu ordnen und zu deuten sowie zu sachangemessenen Einsichten und Verhaltensmustern beim Umgang mit Medikamenten zu gelangen.

Unterricht. Das Heft wurde nach Art eines Unterrichtsbaukastens gestaltet. Diesem Gestaltungsprinzip folgend sind die beiden Themen auf ein integratives Konzept der Suchtprävention bezogen, um Kinder „stark zu machen“. Die nicht-stoffbezogenen Bausteine können sowohl zur Bearbeitung des Themas Naschen als auch zur Besprechung des Themas Arzneimittel verwendet werden.

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